Literatur aus den Bergen

Marcella Maier
Das grüne Seidentuch
Montabella Verlag
ISBN: 978-3-907067-35-2 (Gebunden)

Eine Familiensaga aus dem Bergell und dem Engadin

Vier Frauen, vier Generationen – eine spannend geschriebene Familiensaga erzählt von den durch Klima und Topografie geprägten kargen Lebensumständen. Dies vor dem Hintergrund der Entwicklung zweier abgelegener Bergtäler - Engadin und Bergell - zu international bekannten und beliebten Ferienzielen.

Im Bergell lebt Alma mit ihrem Kind Lisabetta das entbehrungsreiche Dasein einer früh verwitweten Frau. In solch schwerem Leben sieht die Tochter keine Zukunftschance. Daher zieht sie ins Engadin, das gerade in jenen Jahren vom Tourismus entdeckt wird. Nach einem kurzen Glück muss jedoch auch sie sich durch die bitteren Jahre des Witwenlebens kämpfen. Ihrer Tochter Maria bleibt zwar die Trennung von ihrem Ehemann durch den Tod erspart, aber dramatische Umstände und gesundheitlicher Probleme wegen fällt er als Ernährer aus, und so ist es Maria, die allein für die Familie sorgen muss.

Bei Nina, der vierten in dieser Frauenlinie, sind es schliesslich die weltpolitischen Ereignisse – Krise und Krieg – die ihr auch wieder während vieler Jahre die Verantwortung für die Existenz der Familie aufbürden. Tapfer und klaglos tragen alle vier ihr Los und verkörpern mit ihrem Mut, ihrem Einsatz und ihrer Beharrlichkeit das fast typische Schicksal sehr vieler Frauen in der Zeit der vergangenen zweihundert Jahre.

Asta Scheib
Das Schönste was ich sah
Hoffmann und Campe
ISBN: 978-3-455-40196-7

Der Weg zum berühmten Maler

Die Kindheit von Giovanni Segantini ist alles andere als einfach. Die Mutter hat er nur kränkelnd im Bett in Erinnerung, den Vater als glücklosen Kaufmann und Schlendrian, welcher sein Kind denn auch im Stich lässt, als die Mutter stirbt. Hunger ist stets ein treuer Begleiter des jungen Giovanni. Nach einem kurzen Aufenthalt bei einer Verwandten läuft er weg und landet schliesslich in einer Besserungsanstalt.

Nun kommt für den Jungen noch etwas Schlimmeres als der Hunger, er kann nicht eingesperrt sein, er muss sich frei bewegen können, die Natur mit all ihren Farben gibt ihm immer die Lebenskraft. In der Anstalt ist es schrecklich, einzig sein Talent fürs Malen kann ihm niemand abstreiten und ein Gottesmann fördert dann auch diese Seite, des unbeugsamen Segantini.

Giovanni gelingt die Flucht und nach einigen Turbulenzen schafft er es gar Geld zu verdienen und später an die Akademie von Mailand zu gelangen. Selbst wenn er nicht nur Freunde an der Akademie hat, das Talent kann ihm keiner absprechen. Bald bekommt er als junger Mann die ersten Preise. Einzig unter seinem Analphabetismus leidet der stolze Giovanni noch sehr und oft überkommt ihn eine Schwermut, diese begleitet ihn sein Leben lang.

Aber er wird auch ein äussert zielstrebiger, eigenwilliger und glücklicher Mann. Giovannis bester Freund, der reiche Sohn Carlo aus dem Hause Bugatti, hat einen wesentlichen Anteil zu Giovannis Glück beigetragen, denn er verliebt sich unsterblich in die Schwester Carlos, diese Liebe ist gegenseitig und innig und sie hält das ganze Leben lang an.

Luigia und Giovanni können zwar nie heiraten, da der Maler leider schriftenlos ist, sie werden oft weg gewiesen, sie führen ein hartes Leben, doch ihre Liebe bewältigt jede Hürde, schenkt dem Paar vier Kinder und eine ganz besondere Lebensintensität. Giovannis Weg zum berühmten Maler ist ein ganz einzigartiger Weg und so ist denn auch sein Leben.

Constance Hotz
Vier Tage im März
Montabella Verlag
ISBN: 978-3-907067-35-2 (Gebunden)

Ein Krimi aus Müstair

Es ist der geheimnisvoll klingende Name des Orts, der die Fotografin Eva Fendt bewegt, auf dem Rückweg von einem Shooting über Müstair zu fahren. Sie will nur einen Kaffee trinken und ein paar Eindrücke mitnehmen, doch es kommt anders, an diesem Freitagnachmittag, Anfang März. Wegen starker Schneefälle wird der Pass geschlossen, Eva bleibt vier Tage in Müstair und stösst auf ein lange verschüttetes Geheimnis. Die Enthüllung von Evas Lebensgeheimnis geht einher mit einem rätselhaften Todesfall und zerbrechlichen Liebesgeschichten.
Dabei ist Müstair, das Schweizer Bergdorf an der Grenze zu Italien, viel mehr als nur Kulisse: Die Erkundung des weltberühmten Klosters und der Kirche mit ihren Wandmalereien wird zum vielschichtigen Bild für das äussere und innere Geschehen.

Ausserdem gibt es Schnee, der die Welt verwandelt; es gibt eine Salome, die kopfüber tanzt, eine geheimnisvolle Frau, einen Kommissar, der sich selbst zum Fall wird, einen pfiffigen Dorfpolizisten, eine liebenswert-komische Pensionswirtin, eine bucklige Magd, der ein unerwartetes Glück zufällt - und ein überraschendes Ende.

Der Roman erzählt vom Zauber der Geheimnisse, vom Suchen und Finden, er ist Entwicklungsgeschichte und Krimi, er ist spannend und berührend, poetisch und unterhaltsam

Clara Koller-Marbach
Liebe und Leidenschaft
ISBN: 978-3-907067-38-3

Der Architekt Karl Koller

Reich illustrierter Band mit spannenden Tagebuchaufzeichnungen und vielen historischen Bildern vom Engadin im frühen 20. Jahrhundert.

Wer nur schon bedenkt, dass ein knapp dreissigjähriger Architekt ein Projekt plant und ausführt von einer Dimension, wie es das Grand Hotel St.Moritz im Jahre 1903 darstellte, erahnt bereits dessen Leidenschaft für Architektur und Gigantismus.

Tatsächlich vereinigte Karl Koller, von dem hier die Rede ist, die Aufbruchstimmung, den Pioniergeist und die architektonische Kühnheit der damaligen Zeit in einer Person. Unter dem totalen Einsatz für die Architektur litt aber seine Ehe mit der Bernerin Clara Koller-Marbach. Ihren Kummer vertraute sie Tagebüchern an, die sie ungeschminkt und mit einfühlsamem schriftstellerischem Talent geschrieben hat. Sie sind ein ergreifendes Zeugnis der Lebenssituation einer Frau zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Die Autorin Mengia Spreiter-Gallin ist eine Enkelin des Ehepaars Karl und Clara Koller-Marbach. Sie hatte den Zugang zu den Briefkopien, Dokumenten und Tagebüchern der Grosseltern, die jetzt im Staatsarchiv Graubünden in Chur und im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich aufbewahrt werden.

Ulrich Knellwolf
Tod in Sils Maria
Nagel & Kimche
ISBN: 978-3-312-00343-3 (Gebunden)
ISBN: 978-3-596-18052-3 (Taschenbuch)

17 üble Geschichten

Mit "Tod in Sils Maria" wurde Ulrich Kellwolf als Krimiautor bekannt. Die Sammlung gnadenlos spannender Kurzkrimis voll überraschender Pointen und unheimlicher Atmosphäre gilt heute als Klassiker der Kriminalliteratur.

Bis zum Tod der Gräfin
Peter Böckli
NZZ Libro
ISBN: 978-3-03823-535-4 (Gebunden)

Das Drama um den Hotelpalast des Grafen de Renesse in Maloja

1884 öffnete das grösste Grand Hotel der Alpen in Maloja seine Pforten. Der belgische Graf Camille de Renesse lud Hochfinanz und Adel zur Eröffnung seines kuppelgekrönten Palastes. 5 Monate später war er failliert, stand die «Societé anonyme de l'Hotel-Kursaal de la Maloja» vor der Auflösung, waren nach heutiger Kaufkraft über 100 Millionen Franken verloren.

Die Gräfin Renesse stirbt 1884 im zarten Alter von 38 Jahren plötzlich in einem Hotel in Basel an einem »Fettherz« und (umgerechnet) 22 Millionen verpfändete Lebensversicherungsfranken an die Caisse fliessen, lässt den Basler Rechtsprofessor Peter Böckli einen Versicherungsbetrug vermuten: Bis zum Tod der Gräfin. Noch im Jahr der Eröffnung beantragt der Graf Camille de Renesse den Konkurs.

Engadiner Roman

Ein Journalist flieht mit seiner Frau aus dem von Truppen besetzten Österreich ins Engadin. Kurz darauf wird er in rätselhafte Geschichten verwickelt.

Bündner Kriminalroman

Drei Frauenleichen werden in der Nähe von Thusis aufgefunden. Sabina Lindemann von der Kantonspolizei ermittelt in einem Fall um mysteriöse Botschaften.